Der Sommerflieder (Buddleja davidii), der daher auch Schmetterlingsflieder genannt wird, wird aufgrund seines reichlichen Nektars von Schmetterlingsschwärmen umflogen. Dieser anspruchslose Blütenstrauch wächst auf praktisch jedem Boden, solange er genügend Sonne bekommt. Damit die herrlich duftenden Blüten des Schmetterlingsflieders jedes Jahr aufs Neue erblühen, muss der Blütenstrauch regelmäßig zurückgeschnitten werden. Aber wann sollte man es tun und wie geht man dabei vor?

Schmetterlingsflieder nach der Blüte beschneiden: Ja oder nein?

Der Sommerflieder ist ein sehr schnitttoleranter und sehr kräftig blühender Strauch, der seine Blüten stets am Holz des Jahres trägt. Anders als oft angenommen wird der Schmetterlingsflieder nicht wie der normale Flieder im Sommer direkt nach der Blüte geschnitten, sondern am Ende des Winters. Im Januar oder Februar schneiden wir an einem frostfreien Tag alle alten Triebe ab. Lassen Sie an jedem Ast 20 bis 30 Zentimeter lange Zweige mit zwei Augen. Aus diesen wächst der Strauch nach. So bildet der Sommerflieder an jedem verkürzten Trieb zwei neue Zweige.

Das Ergebnis eines regelmäßigen Schnittes ist ein Blütenkleid, das von Jahr zu Jahr üppiger und reicher wird. Schneiden Sie den Schmetterlingsflieder nicht zu spät. Das Knospen schlafender Augen braucht Zeit. Wenn Sie mit dem Beschneiden zu lange warten, verzögert sich die Blüte bis in den Spätsommer.

Wie kann man Sommerflieder aufhellen?

Im Laufe der Jahre wird der Sommerflieder durch den Rückschnitt immer dichter. Stark verzweigte Astwirtel sollten von Zeit zu Zeit entfernt werden. Manchmal wachsen die Zweige ineinander und übereinander. Störende Äste dieser Art und schwache Seitentriebe sollten direkt an der Basis abgeschnitten werden. Um eine schöne, luftige Krone zu erhalten, sollten Sie nicht alle Zweige auf die gleiche Weise, sondern in unterschiedlichen Höhen schneiden. Dadurch entwickelt der Strauch zwar nicht mehr so ​​viele Blüten, ist aber auch nicht mehr so ​​dicht.

Verblühte Blüten abschneiden

Wenn die Blüten des Schmetterlingsstrauchs verblühen, sollten sie so schnell wie möglich entfernt werden. Das spart nicht nur Energie beim Wachstum, sondern verhindert auch, dass der Blütenstrauch zu viel nachsät. Da sich Sommerflieder sehr leicht selbst aussät und sogar als invasiv gilt, empfiehlt es sich, die Blütenstände rechtzeitig zu entfernen. Schneiden Sie die alten Blüten oberhalb der Achsel des ersten Blattes ab. Wenn bereits Samen gelegt wurden, werfen Sie die Blumen am besten in den Hausmüll und nicht in den Kompost. Die Samen sind in der Tat hartnäckig und laufen Gefahr, sich im folgenden Jahr im Kompost aufzulösen.

Worauf Sie beim Beschneiden des Schmetterlingsflieders achten sollten

Beim Beschneiden des Schmetterlingsflieders sind saubere, scharfe Werkzeuge unerlässlich. Das Holz des Fliederbaums ist sehr fragil und lässt sich nur mit einem guten Schneidwerkzeug sauber schneiden. Eine glatte Schnittfläche schützt die Pflanze vor dem Eindringen von Krankheitskeimen und Pilzen. Tipp: Äste immer schräg abschneiden. Dadurch kann Regenwasser abfließen und das Holz trocknet schnell.

Die Ausnahme: Flieder mit wechselständigen Blättern

Die Blüten des Wechselblättrigen Sommerflieders (Buddleja alternifolia) hingegen bilden sich in den Blattachseln. Buddleja alternifolia blüht am Vorjahresholz und sollte daher im Frühjahr nicht beschnitten werden, da es sonst nicht zur Blüte kommt. Aufgrund seines überhängenden Wuchses ist ein Rückschnitt dieses Strauchs nur sehr selten erforderlich. Wenn der Flieder zu dicht geworden ist, können Sie am Ende des Sommers die alten und beschädigten Zweige an der Basis auslichten.

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